Terrassenhaus Tokiostrasse, Bremer Stadtmusikanten

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Baubeschreibung:

Architekturbüro:ARTEC Architekten
Homepage:www.artec-architekten.at
Ort:Wien, Österreich
Addresse:Tokiostrasse
1220 Wien
Entwurf: 2009
Gebäudetyp:Wohnungsbau

Hintergrundinformationen:

Bauherr:

Neues Leben
Gemeinnützige Reg.Gen.GmbH
Troststrasse 108
1100 Wien

Mitarbeiter:

Michael Ivancsics, Projektleiter Ausführung;
Heinrich Büchel, Ronald Mikolics, Michael Murauer (Ausführungsplanung);
Wolf Deucker (Modell)
Ronald Mikolics; Katharina Kothmiller, Irene Yerro (Einreichplanung);

Größen:

Planungsbeginn 2006
Baubeginn 2008
Fertigstellung 2009

Grundstücksfläche 3.549 m2
Bebaute Fläche 2.485 m2 (oberirdisch)
Bruttogeschossfläche 11.603 m2 (oberirdisch)
Bruttogeschossfläche 14.859 (gesamt)
Nutzfläche 9.090 m2
Kubatur oberirdisch 39.933 m3
Kubatur gesamt 48.881 m3

Kosten:

Baukosten Euro 9,6 Mio
Euro 1.120.- / m2 Nutzfläche

Ausführliche Beschreibung:

In Anlehnung an den erfolgreichen Auftritt von Gockel, Katze, Hund und Esel in der Erzählung der Brüder Grimm bildet die Stapelung verschieden grosser Wohngebäude das Konzept des Terrassenhauses „die Bremer Stadtmusikanten“.

Suburbane, zweigeschosshohe Typologien mit jeweils spezifischen, zugeordneten Freiräumen werden zu einem dichten, städtischen Paket gestapelt: zuunterst ein offenes Raumkonzept mit Galerie im hinteren Bereich und Garten vorgelagert, darauf gestellt eine Maisonette orientiert zu einem Atrium, dann zweigeschossige Reihenhäuser mit Terrasse, und zuoberst Kleingartenhäuser mit Höfen zwischen den Häusern.

Eingeschossige Wohnungen mit zweigeschosshohem Loggienraum („Casablanca“-Typologie) ergänzen den Typenvorrat.

In der Überlagerung mit dem konkreten Grundstück „Tokiostrasse“ wird, aufgeständert entlang der Strasse, ein Trakt der Casablanca - Wohnungen abgestellt. Ein einfaches, bandartiges, die Wohnungen in der Fassade markierendes Element (im Volksmund „die Spinne“) gibt dem rigiden Block Physiognomie zum öffentlichen Raum, und der Wohnung Abschluss gegen die Strasse.

Ostseitig, zum Grundstücksinneren orientiert, entlang einer breiten und luftigen Laubengang-Erschliessung lagert sich die Stapelung der „Bremer“ beidseitig eines Nord-Süd verlaufenden Grünraumes an.
Nach Norden und nach Süden wird die Bebauung entlang der Strassen nur in zwei Obergeschossen geschlossen. Besonnung und Aussicht für die neue Bebauung und die Nachbarn werden so nur wenig eingeschränkt, ein Begriff von Privatheit und Definition gegenüber dem Strassenraum bleibt erhalten. Der offene Grünzug im Inneren ist durch die freie Sockelzone mit dem Strassenraum verbunden.

Die plastische Baukörpergliederung ermöglicht eine ausgeprägte Aussenbeziehung der Wohnungen. Die Wohnungen erhalten so individuell vorgelagerte Freiflächen, grösstenteils mit bewuchsfähigen Grünbereichen ausgestattet. Alle Wohnungen können quer gelüftet werden, Küchen und Bäder sind natürlich belichtet und belüftet.

Auf der Dachebene des strassenbegleitenden Traktes dient ein Schwimmbecken mit befestigter Terrasse, mit Liegewiese und Aussicht über die Dächer den Bewohnern als Freizeitaufenthalt im eigenen Haus.
In halber „Höhe“ der Bebauung sind die Kleinkinderspielplätze auf Terrassen zu finden, der ebenerdige Hofraum ist grüne Wohnungsorientierung und Spielplatz für Kinder und Erwachsene.
Die Garage erhält über Oberlichten Tageslicht, im Hof sind diese Bauteile Möblierung und Beleuchtungskörper.
Grüne Atrium- und Terrassenräume prägen die Erscheinung, eine hohe Durchlässigkeit am Strassenniveau bringt Offenheit für Bewohner und Passanten und lässt dem Bauplatz Luft für zukünftige Nutzungen.

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